Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Berufsbild Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Hotelfachleute spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, welchen Eindruck ein Gast von einem Hotel bekommt. Hotelfachleute sind in so gut wie allen Bereichen eines Hotels tätig. Sie nehmen z.B. Reservierungen entgegen, arbeiten im hoteleigenen Restaurant, wickeln den Zahlungsverkehr ab oder helfen bei der Organisation von Veranstaltungen mit. Ihre Arbeit ist sehr vielseitig, denn sie sorgen dafür, dass sich die Gäste im Hotel wohlfühlen und alles vorfinden, was sie brauchen: ein sauberes Zimmer, einen guten Service, frische Speisen und Getränke.

Welche Voraussetzungen fordert die Ausbildung?

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Hotelfachmann. Knapp die Hälfte der Azubis hat den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Ausbildungsanfänger verteilt sich relativ gleichmäßig auf (Fach-)Abiturienten und Hauptschulabsolventen. Die Ausbildung ist standardisiert, und die Ausbildungsinhalte sind in allen Hotels nahezu gleich. Die Aufgaben und Tätigkeiten während der Ausbildung hält der Auszubildende in einem Berichtsheft fest. Es dient als Ausbildungsnachweis und wird regelmäßig von den Ausbildern kontrolliert.

Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau
Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Persönliche Voraussetzungen

Wesentlich ist die Bereitschaft, Früh- und Spätschichten zu übernehmen und auch an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten. Darüber hinaus sind eine freundliche Ausstrahlung, ein sicheres Auftreten, Spaß am Umgang mit Gästen, ein gepflegtes Erscheinungsbild und gute Umgangsformen wichtig. Fremdsprachenkenntnisse in mehreren Sprachen (mindestens Englisch) sind hilfreich, ebenso wie Flexibilität, Belastbarkeit und die Fähigkeit, gut und gern im Team zu arbeiten.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung wird dual im Betrieb und der Berufsschule absolviert und dauert drei Jahre. Sie kann mit Abitur oder einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung jedoch um sechs Monate oder ein Jahr verkürzt werden. Dafür ist in der Regel die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes sowie der Berufsschule und der IHK notwendig.

Ausbildungsvergütung

Das Ausbildungsgehalt richtet sich nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag und steigt jährlich.

Über- und Unterstellung

Der Auszubildende ist dem jeweiligen Abteilungsleiter bzw. stellvertretenden Abteilungsleiter unterstellt. Diese verfügen über die Ausbildungseignungsprüfung und zeichnen für die fachgerechte und ordnungsgemäße Ausbildung verantwortlich. Die Ausbilder werden vom Ausbildungsbetrieb mit der Ausbildung der Auszubildenden offiziell betraut.

Ausbildungsinhalte

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Der praktische Teil der Ausbildung wird im Betrieb absolviert. Dort hat der Auszubildende die Möglichkeit, alle Abteilungen kennenzulernen und wird Schritt für Schritt mit eigenen Aufgaben betraut. Er erlernt den richtigen Umgang mit Gästen am Telefon, an der Rezeption und im Service. Weiterhin werden Hygienerichtlinien vermittelt, die beim Servieren und Lagern von Speisen und Getränken sowie bei der Reinigung der Zimmer eine sehr wichtige Rolle spielen. Zur Ausbildung zählt das Erlernen von Verwaltungstätigkeiten wie Büroorganisation: Bestellungen aufgeben, Zahlungsvorgänge abwickeln, Personalplanung, Reklamationen, Telefongespräche, E-Mail-Verkehr.

Weiterhin wird dem Auszubildenden vermittelt

  • Gästeräume herzurichten, zu reinigen und zu pflegen
  • wie man richtig Getränke und Speisen serviert
  • wie man Beratungs- und Verkaufsgespräche fachkundig führt
  • wie man Events, Veranstaltungen, Seminare plant, organisiert und betreut
  • wie man geeignete Marketingmaßnahmen entwickelt, durchführt und kontrolliert
  • wie man den Personaleinsatz plant
  • wie man Inventuren durchführt
  • wie man Gästeanfragen bearbeitet und Angebote erstellt
  • welche Tätigkeiten am Empfang erforderlich sind
  • wie Korrespondenzführung, Leistungsbuchung, Rechnungserstellung und Rechnungsabrechnung abgewickelt werden müssen
Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau
Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Die theoretische Ausbildung in der Berufsschule

In der Berufsschule wird der Auszubildende in die Grundlagen der Gastronomie- und Hotelwirtschaft eingeführt. Er erwirbt Kenntnisse im Bereich von Verwaltungstätigkeiten wie Buchhaltung und Rechnungswesen sowie Wissen aus der Warenwirtschaft. Mathematik spielt dabei eine große Rolle. Auch Deutsch ist ein wichtiges Schulfach, denn es hilft beim Schriftverkehr und dem persönlichen Kontakt mit Kunden. Ebenfalls stehen Fremdsprachen auf dem Lehrplan der Berufsschule. Besonders Englisch, aber auch andere Fremdsprachenkenntnisse sind im Hotelbetrieb von großem Vorteil.

Die Prüfungen

Nach dem 1. Ausbildungsjahr wird eine Zwischenprüfung absolviert. Am Ende der Ausbildung wartet dann die Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und schriftlichen Prüfungsteil besteht. Nach bestandener Prüfung darf der Absolvent sich staatlich anerkannter Hotelfachmann bzw. Hotelfachfrau nennen.

1. Zwischenprüfung

In der Zwischenprüfung muss eine praktische Aufgabe bearbeitet werden, um zu zeigen, dass das Gelernte auch umgesetzt werden kann. Ein Beispiel für eine komplexe Prüfungsaufgabe ist das Thema Frühstücksservice: Situationsbezogene Fragen zur Planung und Vorbereitung des Frühstücks, Warenerkennung, Eindecken des Grundgedecks für ein Frühstück für zwei Personen, Servieren des Frühstückes inklusive Getränke, Gastgespräch zum Beispiel: Wegbeschreibungen, Empfehlungen für Theater, Restaurants, Bars, Einkaufsmöglichkeiten, etc..

Abschlussprüfung

Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Schriftliche Prüfung:
In der schriftlichen Prüfung wird das Wissen in den Bereichen Gästeempfang und Beratung, Marketing und Arbeitsorganisation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

Praktische Prüfung:
Im Prüfungsbereich Praktische Übungen muss der Prüfling eine von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten. Es kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht: Einkauf, Personal, Kommunikation. Die Aufgabe ist der Ausgangspunkt für das anschließende Prüfungsgespräch. Der Prüfling soll dabei zeigen, dass er betriebliche und wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, Problemstellungen bearbeiten sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen vorbereiten und führen kann. Das Prüfungsgespräch dauert ca. 30 Minuten mit einer Vorbereitungszeit von höchstens 15 Minuten für den Prüfling.

Die Ausbildung zum Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Was passiert nach der Ausbildung?

Nach der Ausbildung und bestandener Prüfung können Hotelfachleute in jedem Bereich eines Hotels arbeiten. Egal ob Front Office, Reservierung, Housekeeping oder Verkauf – qualifizierten Hotelfachkräften stehen viele Karrieremöglichkeiten offen. Zudem ist es in kaum einer anderen Branche möglich, so schnell die Karriereleiter emporzusteigen wie in der Hotellerie. Auch in jungen Jahren kann man die Position eines Abteilungsleiters und später eines Hoteldirektors erreichen. Hotelfachleute können nach ihrer Ausbildung in Hotels auf der ganzen Welt arbeiten. Denn die Abteilungen, Abläufe und Strukturen sind zum größten Teil überall gleich. Die gängigsten Weiterbildungen sind die zum Fachwirt im Gastgewerbe, zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt und zum Hotelmeister. Alle drei Weiterbildungen ermöglichen den Zugang zu Führungspositionen. Wer eine Hochschulberechtigung besitzt, kann ein Studium zum Diplom-Betriebswirt im Bereich Tourismus, Hotel- und Gaststättenwesen aufnehmen.

Unser Angebot

Die Vergütung der Hotelfach-Auszubildenden erfolgt über den gültigen Tarifvertrag für Auszubildende. Zusätzlich zu der Ausbildungsvergütung erhält der Auszubildende eine Vielzahl an Zusatzleistungen wie kostenfreie Personalverpflegung, Uniform inkl. Reinigung, Mitarbeitertreueprämien, betriebliches Vorschlagswesen, Personalrabatte, interne/externe Weiterbildungsangebote, jährliche Entwicklungsgespräche, transparente Arbeitszeitkonten, Mitarbeiter-Feste, Mitarbeiterversammlungen, Mitarbeiterbefragungen, etc.

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